Der Wunsch nach Veränderung kann schnell auftreten. Das Esszimmer soll vergrößert oder für den Erhalt eines zusätzlichen Raumes verkleinert werden. Vielleicht ist es der Wunsch danach, den Dachboden ausbauen zu wollen. Hierfür sind Trockenbausysteme perfekt. Mit ihren geringen Verarbeitungszeiten bieten Trockenbauwände eine einfache, schnelle und problemlose Maßnahme zum Umbau, die sogar rückgängig gemacht werden kann. Mit unserer Trockenbau Anleitung erhalten sie hierfür eine Anleitung für jeden Heimwerker, der den Innenausbau der eigenen vier Wände gern selbst in die Hand nimmt und keine zwei linken Hände hat.

Erste Vorbereitungen auf die Trockenbau Anleitung

Bevor Sie loslegen, ist eine sorgfältige Planung wichtig – besonders, wenn Sie sich das erste Mal an den Trockenbau wagen. Vor dem Kauf des Materials ist außerdem eine exakte Messung unabdingbar. Auch ein damit verbundener Vorabplan des Projektes hilft, den ungefähren Materialverbrauch ermitteln zu können. Schiefe Böden, Decken oder Dachschrägen können zu einem Mehrbedarf des Baumaterials führen. Bei ungeraden Bereichen, so zeigt die Erfahrung, ist ein Zuschlag von etwa 20 Prozent einzuplanen. Während der Planung müssen Sie sich ebenso dafür entscheiden, welche Trockenbauplatten und welches Ständerwerk verwendet werden soll. Für Feuchträume benötigt man andere Platten als für Trockenräume. Auch muss vorher die Frage geklärt werden, ob die Unterkonstruktion aus Holz oder Metall sein soll, was jedoch oft von der persönlichen Vorliebe des Handwerkes abhängt. Ganz wichtig: Denken Sie auch an spezielle Kleinteile und passendes Werkzeuge. Nicht zu unterschätzen ist zudem der benötigte Platz zum Zuschneiden und für das Zurechtlegen der benötigten Werkzeuge.

Welche Werkzeuge wichtig sind, zeigt Ihnen die Trockenbau Anleitung

Einige Werkzeuge aus der Trockenbau Anleitung

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Um die Trockenbauarbeiten in Ihren vier Wänden angehen zu können, brauchen Sie natürlich entsprechendes Werkzeug. Dazu gehört zunächst einmal ein Profi-Cuttermesser. Am besten eines mit Magazin, in dem Ersatzklingen zu finden sind. Das Cuttermesser wird Ihnen zum Zuschneiden der Trockenbauplatten dienen. Ein Zollstock zum Abmessen sollte ebenso in Griffweite liegen wie ein Richtscheit mit dem über die Längen die Platten gerade zugeschnitten werden können. Zimmermannsbleistift zum Abzeichnen der Abmessungen, eine Blechschere zum Zuschneiden der Ständer und Profile. Eine passende Profilverbundzange ist zwar nicht unbedingt von Nöten, vereinfacht jedoch das Befestigen der Ständer und verhindert das Verrutschen beim Anbringen der Platten. Akkuschrauber, idealerweise ein Profi-Akkubohrer mit zwei Akkus und Schnellladefunktion, ist ein Muss. Eine Alternative bietet zwar die Bohrmaschine, doch spart der Akkubohrer wesentlich mehr Zeit und ist auch handlicher im Gebrauch. Jedoch wird die Bohrmaschine spätestens beim Verrühren der Spachtelmasse nötig. Für eine bessere Übersicht bietet die Trockenbau Anleitung die benötigten Materialien hier nochmals als Auflistung an:

  • Profi-Cuttermesser mit zusätzlichen Klingen
  • Zollstock/Maßband
  • Zimmermannsbleistift
  • Richtscheit zwei Stück mit einer Länge von 1,50 bis 2,00 Metern
  • Blechschere oder Holzsäge
  • Akkubohrer mit zwei Akkus
  • Bohrmaschine (mit Rührkorb zum Verrühren der Spachtelmasse)
  • Optional: eine Zange (Profilverbundzange)

Die Unterbaukonstruktion mittels Trockenbau Anleitung

Um die Unterkonstruktion zu bauen, können Sie zunächst mit Hilfe einer Schnur die Grundlinie Ihrer Wand ermitteln. Markieren Sie dafür den späteren Wandverlauf an Decke und Fußboden. Handelt es sich um eine freistehende Wand, so beginnen Sie am besten mit dem UW-Profil auf dem Boden. Entweder Sie schrauben es dabei mit passenden Dübeln fest oder kleben es fest mit Silikon. Auf der Unterseite der Profile befestigen Sie zuvor jedoch noch die selbstklebende Abschlussdichtung. Im Anschluss befestigen Sie die Decken- und die Wandanschlussprofile, indem Sie es oben und unten in die Rahmenprofile einstecken. Diese werden am besten zusätzlich senkrecht an der Wand verdübelt. Wichtig dabei ist, zur besseren Stabilität, den Dübelabstand von einem Meter nicht zu überschreiten. Der Abstand weiterer CW-Profile zueinander, die sie einsetzen, ist abhängig von der Größe der verwendeten Bauplatten. Mit der Blechschere schneiden Sie die Profile vorher zu. Wollen Sie Ihre Decke abhängen, so müssen Sie laut Trockenbau Anleitung zuerst die Längsträger montieren und darauf die Traglattenprofile. Für gewünschte Türen werden spezielle Türsturzprofile montiert. Nach unserer Trockenbauanleitung müssen Sie diese von oben über die zwei CW-Profile schieben. Die Türsturzprofile werden nun nach dem Einbau von Steckwinkeln, mit Schrauben oder Nieten an den UW-Profilen verschraubt. Im Anschluss stecken Sie das Dämmmaterial fest.

Platten montieren und verspachteln mit der Trockenbau Anleitung

Verspachteln mittels der Trockenbau Anleitung

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Haben Sie beim Anbringen der Trockenbauplatten Hilfe, so müssen Sie sich nicht allzu viele Gedanken über die Größe der Platten machen. Sind Sie jedoch allein, so haben Sie die Möglichkeit Einmannplatten zu verbauen. Doch für Überkopfarbeiten ist ein zweites Paar Hände sowieso immer Gold wert. Liegt alles bereit, kann es mit dem Verlegen auch schon losgehen. Die Platten werden jeweils an die Konstruktion gehalten, um dann mit Schnellschrauben fixiert zu werden. Einige Platten müssen jedoch gekürzt werden. Dafür werden sie in unserer Trockenbau Anleitung mit dem Cutter angeritzt und dann gebrochen. Eine schnelle, unkomplizierte und recht staubfreie Vorgehensweise. Um die Trockenbauplatten brechen zu können, wird nach dem Abmessen die Platte der zuvor angezeichneten Trennlinie entlang eingeschnitten. So kann die Platte mittels eines kurzen Rucks über eine Kante gebrochen werden. Die Kanten der Trockenbauplatten müssen anschließend noch mit dem Cutter oder einem Kantenhobel gefasst werden. Nur so kann der Gips später in den Fugen gut halten.
Beim Verlegen der Platten muss auf das Verlegemuster geachtet werden. Kreuzfugen sind zu vermeiden. Als Orientierung schlagen wir Ihnen in unserer Trockenbau Anleitung vor, die Stirnkante nebeneinanderliegender Platten um mindestens 400 mm versetzt anzubringen. Achtsam müssen Sie insbesondere beim Türstock sein, denn um Risse zu vermeiden, darf dieser nicht mit seinem Verlauf mit der Kante der Trockenbauplatte zusammenfallen.
Ebenso wichtig ist es, die Platten nicht bündig zum Boden oder zur Decke anzubringen. Als gutes Hilfsmittel hat sich ein Keil, der beim Anbringen der Platten unter die Platten geschoben wird, bewährt. Beim Abhängen von Decken hilft Ihnen bei noch nicht fest fixierten Platten entweder eine Deckenstütze oder ein Plattenlift.

Trockenbau Anleitung: Das Finish beim Trockenbau

Die Konstruktion steht und die Platten sind erfolgreich verlegt. Nun müssen noch die Fugen und Schraubenlöcher mit Spachtelmasse gefüllt werden, damit Sie eine glatte Oberfläche erhalten. In unserer Trockenbau Anleitung raten wir Ihnen dazu, bei Bohrlöchern zwei Durchgänge durchzuführen und bei den Stößen gar drei. Als Perfektionist oder weniger geübter Spachtelmeister, können Sie die Oberfläche zum Abschluss noch einmal abschleifen. Schließlich kann die Trockenbauwand, nach dem diese grundiert wurde, mit geeigneter Wandfarbe gestrichen oder mit Tapete tapeziert werden.