Ein Wasserschaden ist ärgerlich und niemand kann ihn wirklich gebrauchen. Nichtsdestotrotz kann dieses unangenehme Ereignis hin und wieder vorkommen. In Deutschland gehören Wasserschäden zu den am häufigsten registrierten Schadensfällen. Dabei kann man einen Wasserschaden nicht nur an einer Ursache festmachen. Ganz im Gegenteil! Viele Wirkungsweisen spielen dabei eine Rolle. Ein Platzregen verwandelt in wenigen Minuten Ihren Keller in einen Swimmingpool. Oder in der Wohnung über Ihnen ist ein Heizungsrohr geplatzt. Sie können praktisch zuschauen, wie Ihre Küche mit Wasser vollläuft. Für den Moment steht einem sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals. Ihnen graut schon vor dem Papierkrieg und der anstehenden Arbeit, die der Wasserschaden verursacht? Generell sollte der Schaden bei der Versicherung gemeldet werden. Sind das bewegliche Mobiliar und Ihr Hausrat vom Wasserschaden betroffen, dann springt die Hausratversicherung für den Schaden ein. Liegt der Schaden direkt am Gebäude oder der Wohnung vor, dann erstattet die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers die Kosten. Ist der Wasserschaden durch einen Nachbarn entstanden, dann wird der Schadenfall über dessen Privathaftpflichtversicherung abgewickelt. Bei der Aufnahme werden auch die Umstände mit einbezogen. Mit anderen Worten, was führte zu dem Defekt?

Tritt ein Wasserschaden auf, dann weiß man vor Schreck gar nicht, was zu tun ist. Allerdings müssen Sie schnell handeln, damit die Zerrstörung nicht noch größer wird. Ist eine Leitung geplatzt oder ein Rohr gebrochen, dann unterbrechen Sie unverzüglich die Wasserzufuhr. Drehen Sie alle Absperrhähne zu oder sogar den Hauptwasserhahn. Neben dem Wasser kann auch der Strom gefährlich werden. Der betroffene Bereich sollte umgehend von der Stromversorgung abgeschaltet werden. Auf diese Weise vermeiden Sie einen Kurzschluss. Anschließend können Sie mit der Beseitigung des ausgetretenen Wassers beginnen. Ist das Wasservolumen jedoch enorm, dann müssen Sie die örtliche Feuerwehr verständigen. Gerade, wenn der Keller durch ein Unwetter unter Wasser steht, ist dies oft notwendig. Die vollgelaufenen Räumlichkeiten werden mit speziellen Pumpen abgesaugt. Handelt es sich um eine kleine Ansammlung, dann genügen Eimer und Wischtücher. Nach der Trockenlegung hat die Sicherung des Hausrates oberste Priorität. Im Mittelpunkt dieser Maßnahme stehen Stühle, Tische, Schränke und Geräte. Mitunter kann man ein Aufquellen des Mobiliars verhindern. Getreu nach dem Motto: „Retten, was noch zu retten ist.“ Wir von bauplanet24.de geben Ihnen nützliche Tipps, die Ihnen im Schadensfall helfen können.

 

Behalten Sie den Wasserschaden nicht für sich

Ein Wasserschaden im Holzfußboden

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Wurden die Aufräumarbeiten abgeschlossen, dann müssen Sie auf jeden Fall an eine Dokumentation denken. Halten Sie den Schaden in Bildern fest. Obendrein müssen sämtliche Beschädigungen notiert werden. Hier dürfen Sie gern ausführlich sein, denn das erleichtert die Abwicklung. Versuchen Sie einen authentischen Eindruck zu machen. Damit erleichtern Sie sich die Arbeit enorm. Zudem beschleunigen Sie den Vorgang bei Ihrer Versicherung. Den defekten oder nicht mehr brauchbaren Gegenstand sollten Sie aufheben, bis der Schadenfall endgültig abgeschlossen ist. Er dient praktisch als Beweisstück. Reichen Sie die Unterlagen schnellstmöglich bei Ihrer Versicherungsgesellschaft ein.

Liegt ein großer Wasserschaden am Objekt vor, dann ist für die Reparatur ein professionelles Dienstleistungsunternehmen empfehlenswert. Die Fachleute verfügen über das nötige Know-how und verwenden bei der Sanierung modernste Technik. Ist das Leck nicht erkennbar, dann sind diese Firmen oftmals mit Ortungsgeräten ausgerüstet. Mitunter können einige Arbeitsschritte eingespart werden. Was sich natürlich gerade in Bezug auf den Kosten- und den Zeitfaktor positiv auswirkt. Mit einer genauen Analyse ist vielleicht sogar ein großflächiges Abschlagen von Fliesen oder anderen Bauelementen überflüssig. Auch bei der Trockenlegung der Räume werden moderne Verfahren eingesetzt. Der Profi rückt diesbezüglich mit allen notwendigen Gerätschaften an. Feuchtes Mauerwerk ist mit dem Einsatz von Bautrocknern, Luftentfeuchtern oder Elektro-Heizern schnell behoben. Und auch Folgeschäden am Mauerwerk oder im Putz werden zugleich beseitigt. Bei Überflutungen oder Hochwasser bilden sich Verunreinigungen oder Schlammreste. Mit einer gründlichen Sanierung werden diese entfernt und selbst Schimmelpilze können gar nicht erst entstehen.

 

Handwerker beauftragen ist immer von Vorteil

Es ist von Vorteil, wenn ein Versicherungsnehmer einen Handwerker beauftragt. Vor allem dann, wenn defekte Wasserleitungen vorliegen. Darüber hinaus erstellt Ihnen die Dienstleistungsfirma einen Kostenvoranschlag. Diese Daten sollten umgehend an die Versicherungsgesellschaft weitergeleitet werden. Bei Rückfragen zu ausgewechselten Teilen oder Schadensbegutachtungen kann sich die Versicherung ebenfalls gleich mit der Firma auseinandersetzen. Somit werden Sie nicht noch mit der aufwendigen Bürokratie belastet.

Aber keine Angst! Sie als Wohnungs- oder Hauseigentümer dürfen trotzdem aktiv werden. Schließlich gilt es, die betroffenen Räume wieder herzurichten. Je nach Umfang können Sie direkt mit der Neugestaltung der Wand- und Deckenflächen beginnen. Gerade in diesem Bereich gibt es zahlreiche Renovierungsmöglichkeiten. Es kommt dabei vorrangig auf Ihren Geschmack an. Möchten Sie lieber streichen oder die Wände tapezieren? Mit Farbe können Sie ein Zimmer optimal in Szene setzen. Obendrein wirken die Räume lebendiger, wenn Sie mit Schattierungen, Kontrasttönen oder Motivtapeten arbeiten. Optische Akzente setzen Sie unter anderem mit Figuren, Accessoires, Textilien oder Pflanzen. Der Spielraum rund um das Thema Renovieren ist äußerst groß. Deshalb ist dieses Vorhaben so spannend. Gerade, wenn alle Handgriffe abgeschlossen sind, ist man vom Resultat oftmals überrascht. Wer ein wenig Mut aufbringt, der weicht von einem eintönigen Schema einfach einmal ab. Eine Wandgestaltung kann zum Teil sehr interessant, originell oder kreativ ausfallen. Warum denn auch nicht? Materialien wie Wandplatten aus Holz, Fototapeten, Backsteinoptik oder Verblendsteine sorgen für einen ausgefallenen Stilmix. Bevor Sie an die Umsetzung gehen, schenken Sie der Ideenfindung etwas Aufmerksamkeit. Anregungen und Vorschläge gibt es eine Menge. Ihr neues Wohnkonzept kann modern, behaglich, schick oder kitschig ausfallen. Am Ende zählt nur das Ergebnis. Ihnen muss es gefallen, dann haben Sie alles richtig gemacht und nach einem Wasserschaden wieder Freude am Wohnen.